Wie bilden Buchmacher eine Quote?

Sicherlich haben Sie sich das auch schon gefragt: Wie bilden Buchmacher eine Quote? Wie kommen die Sportwetten-Anbieter darauf, eine Quote so und nicht anders festzusetzen. Sie kennen den Begriff ‘Quote’ bspw. als Frauenquote oder Quote der Schwerbehinderten innerhalb eines Betriebes. Im Bereich der Sportwetten hat die Quote eine andere Bedeutung, legt sie doch letztendlich den Ausgang eines sportlichen Ereignisses und damit Ihren Gewinn (bzw. den des Buchmachers) von vorneherein fiktiv fest.

Erst das tatsächliche Resultat gibt Ihnen Aufschluss darüber, wie die Wette wirklich gelaufen ist. ‘Quotus’ - der wievielte Anteil bei der Aufteilung des Ganzen entfällt auf eine Einheit? Die Quote entscheidet bei Wetten die nach einer Wettveranstaltung errechnete Gewinnsumme.

Wie bilden Buchmacher eine Quote? Buchmacher sind staatlich konzessionierte, selbstständige Unternehmer. Das Ermitteln und Festlegen der Quoten ist nicht nur ihr Betriebskapital, sondern bildet es auch. Das heisst, Quoten werden nicht nur als Wettgröße für den Spieler ermittelt, sondern definieren gleichzeitig das Betriebseinkommen, nämlich die Marge der Buchmacher. In jeder bekannt gegebenen Quote also steckt die Verdienstgröße des Buchmachers drin.

Buchmacher haben beim Festlegen der Wettquoten die Nase vorn. Sie verfügen über Erfahrungen, kennen die traditionellen Wetteinsätze, durchschnittliche Spielverläufe, die Stärken, Schwerpunkte und die Historie von Sportlern und Mannschaften. Ähnlich wie beim Autofahren entwickeln sie einen siebenten Sinn, ein Gespür oder Bauchgefühl, welches einen gewissen Ausgang des Spieles mit Wahrscheinlichkeit vermuten lässt. Gleichzeitig beobachten sie die Umgebung, um eventuelle Einflüsse auf sportliche Stimmungen und Gegebenheiten auszuloten. Schliesslich wissen auch sie, wie sehr Leistungen im Sport von Menschen geschaffen werden. Neben detektivischem Spürsinn sind Buchmacher in Risikomanagement geübt. Legen für sich und damit für ihr Unternehmen das Maximum des Verlustrisikos fest. Auch ein Buchmacher benötigt Sicherheitspolster. Erfolgreiche Unternehmer müssen kühle Rechner sein, der Erfolg misst sich in Zahlen.

Wie bilden Buchmacher eine Quote? Sie bedienen sich, ergänzend zu den bereits geschilderten Vorgängen, Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung und der Statistik. Gewissheit bei Sportwetten erhalten Sie erst am Ende. So wie auch Sie selbst Ihre Quote einschätzen und nach einem günstigen Ort der Platzierung suchen, müht sich der Buchmacher im Vorfeld, dem später eintretenden Ereignis möglichst nahe zu kommen.

Schätzt er das Ergebnis einer Wette mit einer wahrscheinlichen Chance von 50% auf Sieg von X ein, rechnet er ausgehend von einer Gewinnsumme von 100%: (100/50%)= Quote von 2.

Davon subtrahiert sich die Marge der Buchmacher, im Amerikanischen ‘Juice’ genannt. Diese Marge wird unterschiedlich kalkuliert. Bei staatlichen Wettbüros beträgt sie 18-20 %, bei Online-Wettbüros im Internet bewegt sie sich zwischen 5 und 10 %. Je niedriger die Quote des Wettbüros, desto mehr Geld für die Spieler.

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