Historie der Sportwetten-Buchmacher
Die Historie der Sportwetten-Buchmacher reicht weit zurück und hat ihre ursprünglichen Wurzeln im Pferdesport. Erste Buchmacher waren 1789 an Rennbahnen in London tätig. Bookmakers oder auch kurz Bookies genannt sind selbstständige Unternehmer im Wettgeschäft. Sie offerieren Sportwetten mit festen oder variablen Quoten und garantieren dem Kunden Gewinnauszahlungen zu den Bedingungen, welche in ihren Büchern verankert sind. Dort findet sich ein betriebswirtschaftlicher Abgleich von Gewinnquoten und Wetteinnahmen. Beides sowohl durch genaue Kenntnis und Beobachtung des Marktes, sowie anhand statistischer Berechnungen und Methoden ermittelt. Die Pflicht des Buchmachers bezieht sich nicht auf eine vollständig zutreffende Prognose des Ereignisausganges. Es reicht aus, sich auf das mit Mitteln der Wahrscheinlichkeitsrechnung erzeugte Ergebnis zu beziehen und dieses Wettbegeisterten zu übermitteln.
Im Verlauf der Jahrhunderte entwickelte die Historie der Sportwetten-Buchmacher nicht nur ein Berufsbild, sondern ein recht breites Tätigkeitsspektrum. Es wird nicht mehr, wie einst in Großbritannien, ausschliesslich leidenschaftlich auf Pferderennen gewettet. Bereiche wie Fussball, Eishockey und Basketball sind hinzugekommen. Gerade in den letzten 10 Jahren hat sich die Historie der Sportwetten-Buchmacher auch in die Breite entwickelt, ist ist zahlreichen Ländern dieser Welt zum festen Bestandteil geworden, gerade in internationaler Form über das Internet. Es ist nicht mehr nur Usus, zum niedergelassenen Buchmacher vor Ort zu gehen. Wetten können problemlos über das Internet abgewickelt und sportliche Ereignisse hautnah einschliesslich aller Verläufe und Zahlen verfolgt werden.
Der Buchmacher selbst geht durch den Handel mit umfangreichen Wetteinsätzen große unternehmerische Risiken ein, gegen die er sich absichert. Einmal über die internationale Wettbörse und zum anderen über die Wetteinsätze selbst, indem er seine Quoten oberhalb der realen Quoten platziert und sich auf diese Weise einen finanziellen Puffer schafft. 50 bis 60% der Wetteinsätze werden als Gewinne an Kunden ausgezahlt. Maximal 50% des Umsatzes verbleiben demnach für den Bookmaker, der damit sämtliche betrieblichen Kosten deckt und seinen Lebensunterhalt finanziert. Verlustrisiken sollen damit abgefedert sein.
Die Historie der Sportwetten-Buchmacher gibt Auskunft darüber, dass die Tätigkeit des Buchmachens in Deutschland bis 1922 bedingt durch gesetzliche Regelungen untersagt war. Zuwiderhandlungen wurden strafrechtlich verfolgt.
Seit 1922 jedoch gilt der Buchmacher als staatlich konzessionierter, selbstständiger Unternehmer, der in eigenen Wettannahmestellen oder auf Rennbahnen und dergleichen Wetten annimmt. Nachdem also die behördliche Erlaubnis zu legalen Wettannahmen erteilt ist, steht der Ausübung des Geschäftes nichts mehr im Wege. Das deutsche Rennwett- und Lotteriegesetz regelt sowohl Berufsbild als auch beruflichen Einsatz der Buchmacher. Im Gegensatz zum Totalisator gibt der Buchmacher bereits vor dem Rennen bekannt, welche Gewinnquoten ausgezahlt werden. Für jede Wette muss er knapp 16 % Rennwettsteuer abführen. Das moderne Buchmacherwesen nimmt in Konzernform Wetten auf alle Sportereignisse sowie auf politische und gesellschaftliche Ereignisse an.