Fenerbahce Istanbul - Historie, Titel und Erfolge
Der türkische Sportverein Fenerbahçe Istanbul ist einer der mitgliedsstärksten Sportvereine weltweit und wurde 1907 in Istanbul gegründet. Bekannt ist der Verein vor allem für seine erfolgreiche Fußballmannschaft, aber auch andere Sportarten wie zum Beispiel Basketball, Leichtathletik, Rudern oder Schwimmen haben ihren Platz im Sportverein.
In der Türkei zählt Fenerbahçe Istanbul zu den erfolgreichsten Fußballclubs der Liga. Genau wie der größte Konkurrent Galatasaray Istanbul hat Fenerbahçe bereits 17 nationale Meisterschaften gewonnen und ist damit türkischer Rekordmeister. Den türkischen Pokal gewann die Mannschaft vier mal. International konnte die Mannschaft mit dem Einzug ins Viertelfinale der UEFA Champions League in der Saison 2007/08 seinen bisher größten Erfolg verbuchen.
Die Gründung des Vereins fand 1907 im Geheimen statt, da der Sultan, Abdulhamit II., sowohl das Spiel selbst als auch die Gründung von Fußballvereinen untersagt hatte. Das Gründungsmitglied Nurizade Ziya Songülen wurde zum ersten Präsidenten des Vereins gewählt. Nach einer Gesetzesänderung im Jahr 1908 mussten sich im Land alle Vereine registrieren lassen, was Fenerbahçe als erster Verein der Türkei tat.
Bereits zwei Jahre nach der Gründung stieg die Fußballmannschaft in die Istanbuler Liga ein und gewannen in der Saison 1912/13 ihre erste Meisterschaft. Als 1959 schließlich die türkische Liga vom Fußballverband gegründet wurde, wurde Fenerbahçe Mitglied dieser Liga und ist es bis heute ununterbrochen. Die »Turkcell Süper Lig«, wie die Liga seit 2005 offiziell heißt, ist die höchste Spielklasse der Türkei, in ihr spielen die besten 18 Mannschaften um die türkische Meisterschaft.
Die erste Meisterschaft 1959 gewann Fenerbahçe Istanbul gegen den Erzrivalen Galatasaray Istanbul. Bevor diese Liga offiziell gegründet wurde, konnte der türkische Rekordmeister bereits neun nicht offizielle Meisterschaften zwischen 1933 und 1950 gewinnen.
Die Saison 2008/09 war für den Verein eher enttäuschend, verloren sie doch das Endspiel gegen den Stadtkonkurrenten Besiktas Istanbul, der damit die Meisterschaft gewann. Fenerbahçe hingegen musste sich in der 51. Spielzeit mit dem vierten Tabellenplatz zufrieden geben. Eine Konsequenz dieser schwachen Saison ist der Trainerwechsel: Luis Aragones, der erst 2008 zum Verein kam, muss seinen Trainerposten bereits ein Jahr vor dem eigentlichen Vertragsende verlassen. Ersetzt wird er ab 1. Juli 2009 durch Christoph Daum, der bereits von 2003 bis 2006 bei Fenerbahçe Istanbul als Trainer arbeitete.