FC Chelsea – Historie, Titel und Erfolge
Der englische Fußballclub FC Chelsea London wurde im März 1905 gegründet. Initiatoren waren die Brüder Henry Augustus und Joseph Mears, die 1896 ein Grundstück im Londoner Stadtteil Fulham gekauft hatten, um dort Fußballspiele auszutragen. Da bereits viele andere Namen für den Verein vergeben waren, wählte man den Vereinsnamen Chelsea Football Club. Chelsea startete 1905 in der Second Division der englischen Football League. 1907 schaffte Chelsea den Aufstieg in die First Division, was dem Club im Laufe der Zeit mehr Fans verschaffte.
Seinen ersten großen Erfolg erreichte der Londoner Club erst in den 50ern. Nach Jahren des sportlichen Mittelmaßes holte der FC Chelsea in der Saison 1954/55 erstmals die englische Meisterschaft. Danach folgten jedoch weitere Jahre im Mittelfeld der Liga. Es sollte bis 1970 dauern, bis es wieder zu einem großen Erfolg reichte und der FC Chelsea durch einen 2:1 Sieg über Leeds United den englischen FA-Pokal holte. Ein Jahr später 1971 folgte der bis dahin größte Erfolg: Mit einem 2:1 über Real Madrid holte der Londoner Club den Pokal der Pokalsieger nach England.
Nach diesen Titeln folgte jedoch eine lange Durststrecke für den FC Chelsea, die den Club in eine tiefe Krise und in die Zweitklassigkeit führte. Erst in den 80er Jahren konnte sich der Verein wieder stabilisieren und kehrte in die 1. Liga zurück. 1998 gelang es den Londonern erneut den Pokal der Pokalsieger sowie den UEFA-Supercup und den englischen Ligapokal zu gewinnen.
2003 erhielt der FC Chelsea einen weiteren Schub, als er von dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch erworben wurde, was den Einkauf zahlreicher namhafter Spieler ermöglichte. 2005 und 2006 wurde Chelsea unter Trainer Jose Mourino, erstmals seit 50 Jahren, wieder englischer Meister. 2007 holte der Londoner Club seine bislang letzten Titel: Den englischen Pokal und den Ligapokal. Nach der Entlassung von Jose Mourino 2007, folgte die kurze Zeit von Avram Grant, der ein Jahr später von dem brasilianischen Erfolgstrainer Luiz Felipe Scolari ersetzt wurde. Doch nach gutem Start in die Saison, fiel die Mannschaft ins Mittelmaß zurück. Infolge der unbefriedigenden Leistungen wurde Scolari im Februar 2009 entlassen.
Neuer Trainer wurde der Holländer Guus Hiddink, der nebenbei auch die russische Nationalmannschaft trainiert. Unter Hiddink erreichte die Mannschaft um Michael Ballack das Halbfinale der Champions League, musste sich dort jedoch dem späteren Champions League-Gewinner FC Barcelona geschlagen geben.